4.5.05

Zum Einschlafen zu sagen (Rainer Maria Rilke)

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte dich wiegen und kleinsingen
und begleiten schlafaus und schlafein.
Ich möchte der Einzige sein im Haus,
der wüßte: die Nacht war kalt.
Und möchte horchen herein und hinaus
in dich, in die Welt, in den Wald.
Die Uhren rufen sich schlagend an,
und man sieht der Zeit auf den Grund.
Und unten geht noch ein fremder Mann
und stört einen fremden Hund.
Dahinter wird Stille. Ich habe groß
die Augen auf dich gelegt;
und sie halten dich sanft und lassen dich los,
wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.

Gute Nacht und bis Montag (siehe
Rosinen im Kopf )

2 Comments:

At 4:04 nachm., Anonymous Anonym said...

hallo,
kann mir bitte jemand sagen um was es in dem gedicht geht? würde mich voll freuen :)
liebes grüßle

 
At 2:59 nachm., Anonymous gutscheine zum ausdrucken said...

Nützliche Informationen,ich danke Ihnen sehr.

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home